Kreativ-Konstruktiv-Innovativ: Planen wie die Ingenieure

Unsere 9b nahm am Schülerwettbewerb „ÜberDACHT“ erfolgreich teil

Für das Schuljahr 2015/2016 lobte die Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) zum elften Mal ihren Schülerwettbewerb mit technisch- kreativem Anspruch an den baden-württembergischen Schulen aus.

Mit dem Wettbewerb  „überDACHt“ wurde den Schülerinnen und Schülern die Planungsaufgabe gestellt – passend zu der im Sommer 2016 stattfindenden UEFA-Fußball-Europameisterschaft in Frankreich – eine Fußballstadionüberdachung zu entwerfen und im Modell mit einfachsten aber vorgegebenen Baumaterialien zu bauen.  Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9b des Progymnasiums  reichten sechs Stadiondachmodelle ein. Für die beachtliche Leistung im Design bekamen sie Teilnehmerurkunden.

Fritz Renn (Klasse 5a) erreichte sogar den 9. Platz bei der jüngerern Altersgruppe.

Die Klasse wurde bei Vorbereitung und Durchführung des Projekts von Frau Irene Merkle unterstützt. Im Kunstunterricht entwarfen die Schüler in Gruppenarbeit die verschiedenen Modelle, die dann in der Ingenieurkammer eingereicht wurden.

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Fritz Renn, 9. Platz (zweiter von rechts)

Foto: Silvie Kühne

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Hier der Link zu den Bildern der Preisverleihung: https://www.flickr.com/photos/ingbw/sets/72157667504773041/

überDACHt – Landeswettbewerb Baden-Württemberg

Die Sieger des Schülerwettbewerbs „ÜberDACHt“ der Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) stehen fest: Die beiden besten Stadiondächer von rund 845 Modellen, eingereicht von etwa 2.200 Schülern aus ganz Baden-Württemberg, stammen von Acht-, Neunt- und Zehntklässlern aus Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen) und Ochsenhausen-Reinstetten (Landkreis Biberach).

Die zweitplatzierten Schüler kommen aus Wehingen (Landkreis Tuttlingen) und Salem (Bodenseekreis). Platz Drei ging an ein Erbauerteam ebenfalls aus Ochsenhausen-Reinstetten und Rutesheim (Landkreis Böblingen). Insgesamt wurden am Mittwoch (4. Mai) im Europa-Park in Rust 79 Schüler mit jeweils 15 Preisen in zwei Alterskategorien (bis Klasse acht und ab Klasse neun aus allen Schularten) ausgezeichnet (komplette Platzierungsliste).

Rund 2.200 Teilnehmer aus 132 Schulen beteiligten sich am elften Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer Baden-Württemberg unter Schirmherrschaft von Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Unter dem Motto „ÜberDACHt“ sollten die Schüler innerhalb von einem halben Jahr aus einfachen Materialien wie Papier, Holz- oder Kunststoffstäbchen einen Stadiondach entwerfen und im Modell bauen, das ein Gewicht von einem 250 Gramm schweren Sandsack aushält.

Wettbewerb in zwölf Bundesländern

Der Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern wurde in diesem Jahr in insgesamt zwölf Bundesländern ausgelobt – außer in Baden-Württemberg noch in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Knapp die Hälfte der insgesamt etwa 4.700 teilnehmenden Schüler und der knapp 1.740 eingereichten Miniaturbauten des länderübergreifenden Wettbewerbs kommt aus Baden-Württemberg. Rund ein Drittel der baden-württembergischen Teilnehmer waren Mädchen.

Der Wettbewerb soll die Neugierde auf die naturwissenschaftlichen und technischen Fächer wecken, erläuterte INGBW-Hauptgeschäftsführer Daniel Sander. „Mit den jährlich wechselnden Wettbewerbsaufgaben zeigen wir, wie vielfältig und spannend die Aufgabe eines Bauingenieurs ist. Wenn sich einige Teilnehmer später für ein ingenieurwissenschaftliches Studium entscheiden, haben viel erreicht. Die technischen Berufe in unserem Land brauchen dringend Nachwuchs“, sagte Sander.

Siegermodelle treten bei Bundeswettbewerb an

Der Achtklässler Martin Farger gewann mit seinem am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Bad Saulgau gebauten Stadiondach „SFZ-Arena“ in der Alterskategorie der jüngeren Schüler. Die vierköpfige Jury lobte „eine markante und doch unaufdringliche Arbeit, die durch ihre Gestaltung und Verarbeitungsqualität besticht“. Die Proportionen der Arbeit seien stimmig und unterstrichen den filigranen Gesamteindruck. „Die detailtreue Verarbeitung der Materialien mit hohem handwerklichem Anspruch hat die Jury ebenfalls überzeugt“, hieß es.

Mit ihrem Entwurfsmodell „Tri-Color“ werden die Sieger in der Alterskategorie II – der Zehntklässler Jannik Brose und die Neuntklässler Heiko Christ, Julian Egle und Daniel Wenger – nach Auffassung der Jury sogar Nachahmer in der Praxis finden: „Den vier Erbauern des Siegermodells ist es in hervorragender Weise gelungen, ein Dach zu entwerfen, das in dieser Form noch nicht realisiert wurde – sehr wahrscheinlich wird sich dieses nach der Veröffentlichung aber ändern“, hieß es in der Laudatio.

Die Siegermodelle der beiden Alterskategorien treten beim Bundeswettbewerb der zwölf Ingenieurkammern am 3. Juni im Deutschen Technikmuseum Berlin an. Nach der Preisverleihung in Rust gingen über 1.250 Schüler auf Einladung des Europa-Parks auf Entdeckungstour durch den Erlebnispark.

Quelle: http://www.ingbw.de/index.php?id=491

Weitere Informationen zu den Wettbewerbsbedingungen (Homepage von ÜberDACHT):

Die diesjährige Planungsaufgabe ist der Entwurf und der Modellbau einer Dachkonstruktion über eine Zuschauertribüne eines Fußballstadions, die eine Last von 250 g (z. B. Sand) tragen muss. Zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Bedingungen Auf einer quadratischen Bodenplatte (40 cm x 40 cm, bis 1,5 cm dick) ist eine Tribüne (die nicht mitgebaut werden muss) mit einem Dach zu überspannen.

Die angedeutete Tribüne hat eine Grundfläche von 40 cm x 25 cm und eine Höhe von 15 cm. Die dahinterliegende 15 cm breite Fläche kann für fest verankerte Abspannmasten genutzt werden.

Das Dach selbst darf maximal 40 cm hoch sein und darf die Arbeitsfläche nach hinten um maximal 15 cm freischwebend überragen.

Baumaterialien

Als Baumaterialien sind ausschließlich Papier, Holz- und Kunststoffstäbchen (max. Durchmesser bzw. Kantenlänge 7 mm, Länge beliebig), Folie, Textilien, Kleber, Schnur und Stecknadeln zu verwenden.

Das Material der Bodenplatte ist frei wählbar. Belastungstest Das Tribünendach muss eine Last von 250 g tragen können.

Die Jury wählt die Form des Belastungsgewichts nach der Beschaffenheit der Dachkonstruktion aus. Das Gewicht kann von den Erbauerinnen und Erbauern mitgeliefert werden.

Präzisierende Angaben können den angehängten FAQ entnommen werden.

Bewertung

Die Bewertung der eingereichten Modelle erfolgt in zwei Alterskategorien.

Dabei treten alle Schülerinnen und Schüler bis zur Klassenstufe acht (Alterskategorie I) sowie ab der Klassenstufe neun (Alterskategorie II) gegeneinander an. Um den Altersunterschieden Rechnung zu tragen, wird ein Klassenstufenfaktor berücksichtigt. Die Fachjurys der jeweiligen Landeswettbewerbe und des Bundeswettbewerbs bewerten die Modelle nach folgenden Kriterien.

Die Bewertungskriterien in beiden Alterskategorien sind:

 Einhaltung der vorgegebenen Abmessungen Wettbewerbsbedingungen ee Seite 2 von 2 ueberDACHt-Bedingungen-und-FAQ -Version 1 –  Einhaltung der vorgegebenen Materialien

 Bestehen des Belastungstests

 In besonderer Weise: statische Konstruktion

 Gestaltung und Originalität

 Verarbeitungsqualität

 Klassenstufenfaktor.

Die einzelnen Kriterien können nach Auffassung der Jury unterschiedlich gewichtet werden. Anmeldung und Einsendeschluss Der bundesweite Start des Wettbewerbs ist der 16. September 2015. Die Information über den Wettbewerb kann bereits jeweils zum Schulbeginn in den einzelnen Bundesländern erfolgen. Eine Anmeldung zum Schülerwettbewerb ist durch die Teilnehmer bzw. die begleitenden Lehrkräfte über die Internetplattform www.ueberdacht.ingenieure.de bis zum 30. November 2015 erforderlich.

Das Wettbewerbsmodell muss bis zum 19. Februar 2016 unbedingt zusammen mit dem Abgabeformular bei der jeweiligen Ingenieurkammer eingereicht werden.

Über abweichende Abgabeorte und -termine informieren die jeweiligen Länderkammern.

Landeswettbewerbe

Die Länderingenieurkammern loben den Landeswettbewerb für ihr Bundesland aus. Auf Länderebene werden bis zu 15 Preise je Alterskategorie verliehen: 1. Preis 250 Euro und Teilnahme am Bundeswettbewerb, 2. Preis 150 Euro, 3. Preis 100 Euro

Jeder weitere Preis ist mit 50 Euro dotiert. Im Frühjahr 2016 werden in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen die besten Dach-Konstruktionen prämiert.

Über Veranstaltungstag und -ort wird die jeweilige Ingenieurkammer informieren. Bundeswettbewerb Nach Abschluss der Landeswettbewerbe führen die Länderingenieurkammern sowie die Bundesingenieurkammer den Bundeswettbewerb durch. Für diesen Wettbewerb sind die Landessieger der beiden Alterskategorien qualifiziert.

Für den Bundespreis werden je Alterskategorie folgende Preise vergeben: 1. Preis 500 Euro, 2. Preis 450 Euro, 3. Preis 400 Euro, 4. Preis 300 Euro, 5. Preis 200 Euro Der 6. bis 12. Preis ist mit jeweils 100 Euro dotiert.

Unter den Teilnehmenden der Bundespreisverleihung lobt die Deutsche Bahn voraussichtlich wieder einen Sonderpreis aus. Über den genauen Veranstaltungstag und -ort wird die jeweilige Ingenieurkammer informieren

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Bild und Text: Martin Gabel