10. Elternbrief – Schuljahresende und Ausblick auf das kommende Schuljahr 2020/21

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, die Notenkonferenzen wurden abgehalten und die letzten Tage in
diesem ereignisreichem Schuljahr sind mit vielen organisatorischen Dingen, wie in jedem Jahr, angefüllt.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei allen Schülerinnen und Schülern, Eltern,
allen Kolleginnen und Kollegen, der Schulsozialarbeit und dem Personal der Schule für die außergewöhnlich
gute Zusammenarbeit, vor allem seit der Schulschließung am 17.03., bedanken. Als Schulgemeinschaft
haben wir diese Herausforderung angenommen und, so sehe ich das jedenfalls, das Beste daraus gemacht
und auch erfolgreich gemeistert. Die Pandemie hat unseren gewohnten Alltag, beruflich wie privat, auf den
Kopf gestellt und alle mussten sich in Verzicht üben. Auch die familiären Belastungen durch wirtschaftliche
und existenzbedrohenden Folgen der Pandemie dürfen dabei nicht vergessen werden. Trotzdem versuche
ich immer, allem auch etwas Positives abzugewinnen. Meinem Empfinden nach haben wir als Gemeinschaft
gerade durch die Trennung, die der Fernunterricht mit sich gebracht hat, enger zueinander gefunden. Auch
im Präsenzunterricht konnte ich feststellen, dass gegenseitige Rücksichtnahme, auch wenn es dabei zu
persönlichen Einschränkungen gekommen ist, eine große Bedeutung bekommen hat. Der bewusste und
freiwillige, aber auch der erzwungene Verzicht auf Selbstverständlichkeiten hat uns allen wieder den Blick
auf die wesentlichen Dinge ermöglicht. Gemeinschaft, Vertrauen, Freundschaft und sozialer Zusammenhalt
sind Werte, die unsere Schülerinnen und Schüler schätzen gelernt haben, so lautet jedenfalls die
Rückmeldung vieler Schülerinnen und Schüler, mit denen ich darüber gesprochen habe. Dass diese Dinge
bei unseren Schülerinnen und Schülern eine solche Wertschätzung erfahren haben, freut mich sehr und
macht mich zuversichtlich, dass wir auch die kommende Zeit gemeinsam gut bewältigen können.
Traurig bin ich, dass viele unserer außerunterichtlichen Veranstaltungen ersatzlos gestrichen werden
mussten. Sei es unser Abschlussfest, an dem traditonsgemäß auch unsere 10er verabschiedet werden, aber
auch die anderen Highlights des Schuljahres wie Federseelauf, Frankreichaustausch, Bundesjugendspiele,
um einige zu nennen. Darauf zu verzichten ist uns allen schwer gefallen und ich hoffe, dass wir sukzessive
im Laufe des kommenden Schuljahres unsere Traditionen wieder aufnehmen können.
Wie soll das kommende Schuljahr starten? Es wäre naiv zu glauben, dass uns der Corona-Virus im
kommenden Schuljahr keine Beschränkungen auferlegen wird. Der Schutz vor Infektion wird weiterhin ein
bestimmendes Thema sein und die mit dem Herbst beginnende Infektionszeit wird für uns zusätzlich
eine Herausforderung darstellen. Trotzdem sollen mit Beginn des Schuljahres weitere Schritte in Richtung
Normalität gegangen werden. Das Kultusministerium hat inzwischen ein Planungskonzept zur Verfügung
gestellt, welches einen groben Organisationsrahmen für die Schulen liefert.

Folgende Eckpunkte sind im Planungskonzept des Kultusministeriums genannt.

 Die Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr in der Regel im Präsenzunterricht in der Schule nach Stundenplan unterrichtet. Geplant ist, dass dieser Präsenzunterricht mit vollständigen Klassen stattfindet.
 Zu und zwischen den Schülerinnen und Schülern einer Klasse gilt kein Mindestabstand.
 Der Unterricht soll in konstanten Lerngruppen erfolgen, damit im Bedarfsfall Infektionsketten nachvollzogen werden können.
 Eine jahrgangsübergreifende Gruppenbildung, wie z.B. im ev. Religionsunterricht unserer Schule, ist nicht möglich. Hier müssen andere Optionen (z.B. Wechsel in die kath. Lerngruppe) geprüft werden. Diese Regelung zur Gruppenzusammensetzung gilt auch für AGs.
 Die Verpflichtung zur Durchführung der „gleichwertigen Festellung von Leistungen“ (GFS) ist ausgesetzt. Sofern Schülerinnen und Schüler eine GFS wünschen, soll sie ermöglicht werden.
 Fernunterricht kann in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen. Dafür wurden vom Kultusministerium Qualitätskriterien entwickelt, die erfüllt werden müssen. Die Praxis am Progymnasium Bad Buchau entspricht seit der Schulschließung am 17.03. diesen Kriterien.
 Eltern, die ihr Kind aufgrund von relevanten Vorerkranungen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen lassen wollen, melden dies vorab der Schule.
 Außerunterrichtliche und sonstige Veranstaltungen: Klassenfahrten und Studienreisen sind im gesamten ersten Halbjahr untersagt. Schulveranstaltungen, die nicht der konstanten Gruppenzusammensetzung entsprechen, müssen gemäß der jeweils aktuellen Hygieneordnung und den Regelungen der Corona-Versordnung für Ansammlungen und Veranstaltungen (§9 und §10) ausgerichtet werden.
 BOGY soll, unter Beachtung der Hygieneregeln, möglich sein.
 Klassenpflegschaftssitzungen, Sitzungen des Elternbeirats, Klassen- oder Schulversammlungen sowie Sitzungen der Schulkonferenz müssen weiterhin auf das abslout notwendige Maß begrenzt werden. Auf die Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygienevorgaben ist zu achten. Gegebenenfalls müssen die Gremien auch ohne persönliche Anwesenheit der Mitglieder zusammentreten, beraten und beschließen, wenn die örtlichen Verhältnisse eine Durchfürhung der Sitzungen unter Wahrung der geltenden Abstandsregeln nicht möglich ist.
 Mit Beginn der Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Sommerferien werden alle Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Lehrkräfte schriftlich danach gefragt, ob sie in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder standen und ob sie Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhrte Temperatur oder Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen. Treffen einzelne der genannten Punkte zu, ist eine Teilnahme am Unterrichtsgeschehen untersagt.
 Laut aktuellem Beschluss der Kultusministerkonferenz, welcher von allen Ländern umgesetzt werden muss, wird eine Masekenpflicht auf dem Schulgelände und im Schulgebäude, außer im konkreten Fachunterricht, vorgeschrieben.

Leider fehlt uns im Moment noch der aktualisierte Hygieneplan des Kultusministeriums mit konkreten Umsetzungshinweisen, so dass in den nächsten Wochen noch viele Fragen geklärt werden müssen.
Grundsätzlich tragen alle Familien und auch das Kollegium bei der Gestaltung der kommenden Ferien eine große Verantwortung. Dies betrifft die Urlaubsgestaltung und bei den Schülerinnen und Schüler vor allem auch das Freizeitverhalten. Bitte bedenken Sie, dass im Fall einer Urlaubsreise in ein Risikogebiet automatisch eine 14-tägige Quarantäne erfolgen muss, die lediglich durch einen gültigen Test abgekürzt werden kann. Wir befinden uns immer noch im Stadium einer Pandemie und dies wird sich vorerst auch nicht ändern. Nach wie vor sind die Begrenzung der Kontakte, das Abstandsgebot, bei Unterschreitung das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die effektifsten Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus. Diese Grundsätze werden wir bei der Ausgestaltungen des Hygieneplans für kommendes Schuljahr in jedem Fall berücksichtigen. Ziel muss es sein, das Infektionsrisiko gering zu halten. Dafür ist es aber zwingend notwendig, dass wir mit den entsprechenden Voraussetzungen ins neue Schuljahr starten können. Ich möchte Sie daher bitten, auch in den kommenden Wochen verantwortungsvoll zu handeln und dies auch mit ihren Kindern zu besprechen.

Wir werden in den kommenden Wochen das neue Schuljahr planen und ich werde Ihnen vor dem Schulstart die entsprechenden Hinweise auf den üblichen Wegen zukommen lassen. In jedem Fall werden alle notwendigen Informationen auf unserer Homepage zu finden sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Infobrief, auch wenn viele Dinge noch nicht konkret benannt werden konnten, einen Ausblick auf das kommende Schuljahr bieten kann. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder sehr flexibel reagieren müssen, doch bin ich aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate sicher, dass die Gemeinschaft des Progymnasiums Bad Buchau alle zukünfigen Herausforderungen erfolgreich meistern wird.
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund,

SD Dr. Matthias Hoffmann

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